Worin unterscheiden sich Kostenarten, Kostenstellen und Kostenträger?

03.08.2026 10:00

Drei Begriffe, die viele Teilnehmer verwechseln


In der Kostenrechnung gehören Kostenarten, Kostenstellen und Kostenträger zu den wichtigsten Grundlagen. Viele Teilnehmer kennen die Begriffe, verwechseln aber ihre Bedeutung.


Dabei beantworten sie drei unterschiedliche Fragen:

  • Welche Kosten entstehen?
  • Wo entstehen diese Kosten?
  • Wofür entstehen diese Kosten?

Kostenarten: Welche Kosten entstehen?


Die Kostenartenrechnung erfasst die verschiedenen Kosten eines Unternehmens. Sie beantwortet: „Welche Kosten fallen an?“.

Beispiele:

  • Materialkosten
  • Personalkosten
  • Mietkosten
  • Energiekosten
  • Abschreibungen


Die Kostenartenrechnung schafft zunächst einen Überblick über die Kostenstruktur.


Kostenstellen: Wo entstehen die Kosten?


Die Kostenstellenrechnung fragt: „In welchem Unternehmensbereich entstehen die Kosten?“

Typische Kostenstellen:

  • Einkauf
  • Produktion
  • Verwaltung
  • Vertrieb


Die Kostenstellen helfen dabei, Gemeinkosten zu verteilen und Verantwortlichkeiten sichtbar zu machen.


Kostenträger: Wofür entstehen die Kosten?


Die Kostenträgerrechnung betrachtet Produkte oder Dienstleistungen. Sie beantwortet: „Welches Produkt verursacht welche Kosten?“

Beispiele:

  • ein bestimmtes Produkt
  • ein Auftrag
  • eine Dienstleistung


Die Kostenträgerrechnung ist besonders wichtig für die Kalkulation von Preisen.


Ein einfaches Beispiel


Ein Unternehmen produziert Fahrräder.

  • Kostenart: Materialkosten für Aluminium
  • Kostenstelle: Produktionsabteilung
  • Kostenträger: Fahrrad Modell A

Der gleiche Kostenbestandteil kann also aus drei verschiedenen Perspektiven betrachtet werden.


Warum ist die Unterscheidung so wichtig?


Wer Kostenarten, Kostenstellen und Kostenträger verwechselt, bekommt Probleme bei:

  • BAB-Aufgaben
  • Kalkulationen
  • Zuschlagssätzen
  • Kostenkontrolle


Die drei Bereiche bauen aufeinander auf.


Merkhilfe für Prüfungen


Eine einfache Eselsbrücke:

Kostenarten = Was?

Welche Kosten entstehen?

Kostenstellen = Wo?

Wo entstehen die Kosten?

Kostenträger = Wofür?

Wofür werden die Kosten benötigt?


Fazit


Kostenarten, Kostenstellen und Kostenträger sind keine komplizierten Begriffe. Wer die drei Fragen „Was? Wo? Wofür?“ beherrscht, hat eine wichtige Grundlage für die Kostenrechnung geschaffen.

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